Dirigentenwechsel

„Ich weiß zwar nicht, ab wann man bei einem Dirigenten von einer Ära sprechen darf. Aber was Herr Frieß in den vergangenen zehn Jahren geleistet hat, da kann man nur von einer Dirigenten- Ära sprechen“, leitete Vorstand Stefan Münchenbach die Verabschiedung des Musikvereins Ortenberg von Markus Frieß ein. In der Tat kann sich sehen lassen, was Münchenbach vor dem nahezu vollständig anwesenden Blasorchester aus der vergangenen Dekade an gemeinsamen Erfolgen aufzählte. Insbesondere zwei ausgezeichnete Wertungsspiele in der Oberstufe, zwei Workshops mit Pofessor Alex Schillings, die regionale Premiere eines sogenannten Fanfare-Orchesters mit Blechbläsern und Saxophonen nach holländischen Vorbild, das Kreismusikkonzert in Esslingen,  sowie zahllose größere und kleinere Auftritte ließ man gerne Revue passieren.

Das Abschiedsgeschenk soll dazu beitragen, die freundschaftliche Verbindung zwischen dem  Ensemble und der Familie Frieß aufrecht zu erhalten: Diese ist im nächsten Sommer für zwei Tage Gast der Ortenberger in der Jugendherberge Schloss Ortenberg und Ehrengast auf dem Schlossfest des Vereins.

Anstelle der letzten Probe der Ortenberger mit ihrem scheidenden Leiter aus Rheinhausen hatten die Musiker nach der Geschenkübergabe zum Abschied eine Überraschungsparty zu seinen Ehren organisiert. Vor dem Probelokal warteten mehrere Traktor- Planwagen, mit denen man sich gemeinsam auf die Fahrt zum Großen Deich machte. In der dortigen Gaststätte ließ man es sich bei einem badisch-schwäbischen Vesper bis tief in die Nacht gutgehen, passend zur Heimat von Markus Frieß aus der Teck- Region nördlich von Stuttgart.

Unter den Gästen war auch sein Nachfolger Peter Riese, der es sich nicht nehmen ließ, Frieß mit den Musikern aus dem Winzerort gebührend zu verabschieden. Ab nächstem Freitag wird es der Komponist, Arrangeur und Dirigent aus Emmendingen-Maleck  sein, der den Platz am Dirigentenpult im Rat- und Feuerwehrhaus Ortenberg übernimmt.

Musikverein Ortenberg

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